Doppler Radar Pyramiden

Die Behauptung von Filippo Biondi und Corrado Malanga über eine vermeintliche unterirdische Stadt unter der Chephren-Pyramide in Gizeh hat eine bemerkenswerte Resonanz in den sozialen Medien hervorgerufen. Mit Hilfe einer sogenannten SAR-Doppler-Tomographie, also der Kombination von Radar- und Dopplermessungen, meinen die Forscher, verborgene Strukturen zu haben identifizieren können. Allerdings sind diese Behauptungen stark umstritten, nicht nur unter Archäologen, sondern auch in der Geophysik.
Um den Leser mitzunehmen, beginne ich mit einer kurzen Einführung in die Technologie, die Biondi und Malanga verwendet haben. SAR, oder Synthetic Aperture Radar, ist eine Methode, um Bilder der Erdoberfläche aus dem Weltraum zu sammeln. Sie wird oft für Landnutzungskartierung oder Eisbeobachtung eingesetzt. Die Idee, dass diese Technologie auch tiefe Strukturen unter der Pyramide erkennen könnte, ist jedoch äußerst umstritten.
Als nächstes erläutere ich die physikalischen Grundlagen von SAR und warum es unwahrscheinlich ist, dass diese Methode Strukturen in einer Tiefe von 648 Metern oder mehr auflösen kann. Radarwellen werden stark absorbiert, wenn sie durch feste Gesteinsschichten gehen, was bedeutet, dass die Signalstärke rapide abfällt. Die Behauptung, dass die Pyramide "transparent wie ein Kristall" sei, ist aus diesem Blickwinkel gesehen ungrundiert.
Die Hintergründe der Forscher sind ebenfalls von Bedeutung. Biondi und Malanga haben sich in der Vergangenheit mit umstrittenen Theorien wie den bosnischen Pyramiden oder Ufologie auseinandergesetzt, was die Glaubwürdigkeit ihrer aktuellen Arbeit in Frage stellt. Es ist wichtig, diese Aspekte zu betrachten, da sie Licht auf mögliche Motive oder Konflikte werfen.
Lawrence Conyers, der als Peer-Reviewer für die Studie fungierte, hat in anderen Kontexten klargestellt, dass er die Behauptungen einer unterirdischen Stadt nicht unterstützen kann. Dies deutet darauf hin, dass die Unterstützung durch ihn möglicherweise nicht so eindeutig ist, wie von Biondi und Malanga dargestellt.
Um den Leser zu informieren, vergleiche ich SAR-Methode mit anderen etablierten Techniken in der Archäologie, wie etwa der Muon-Tomographie, die im ScanPyramids-Projekt eingesetzt wird. Diese Methode ist physikalisch fundiert und ermöglicht es, Hohlräume innerhalb von Pyramiden zu entdecken.
Zum Schluss ziehe ich alle Fakten zusammen und komme zu dem Schluss, dass die Behauptung einer unterirdischen Stadt unwissenschaftlich ist. Die physikalischen Grenzen der SAR-Technologie machen es unmöglich, Strukturen in solcher Tiefe zu erkennen. Der Sensationalismus um diese These überspielt wichtige wissenschaftliche Details und kann die Integrität der Forschung gefährden.
Insgesamt erinnere ich daran, dass wissenschaftliche Behauptungen stets kritisch hinterfragt werden müssen, besonders wenn sie von Sensationsgier getrieben sind. Die Geschichte der Chephren-Pyramide und der angeblichen unterirdischen Stadt ist ein Beispiel dafür, wie_easy es ist, die Grenzen zwischen Fakten und Fantasie zu verwechseln.
— Twight Sterling, Sigil & Spark
Erhobene Befunde (3)
Was die Prüfung an einzelnen Stellen dieses Berichts erhoben hat. Die Werte gehören zum jeweiligen Befund; sie sind nicht mit dem Anomaliegrad des Berichts verrechnet — warum nicht.
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